Islam

Was ist Islam?

Der Islam ist die Religion des Einen Gottes, die Er als Richtschnur der Menschheit zum Leben gegeben hat. Das arabische Wort Islam hat die Bedeutung „Ergebener“ und ist mehr eine Zustandsbeschreibung. Der erste Mensch, Adam, war dementsprechend ein Muslim (= ein Gottergebener). Alle biblischen und alttestamentarischen Propheten (inkl. Moses und Jesus) waren in diesem Sinne Muslime und haben stets die gleiche, aktualisierte Botschaft überbracht. Da diese göttliche Botschaft bei den Menschen immer wieder in Vergessenheit geriet und verändert wurde, hat Gott immer wieder Propheten gesandt, die den originären Glauben an den einen Gott wieder auffrischten. So wurde Moses die Thora, Jesus das Evangelium und Mohammed der Koran gegeben. Gott versprach im Koran, dass dieses Buch und Mohammeds Botschaft nie wieder verfälscht werde, und für alle Zeiten und alle Völker Geltung habe.

Woran glauben die Muslime?

Muslime glauben an den  e i n e n  Gott, Der Himmel, Erde und alle Weltenbewohner erschaffen hat.

Sie glauben…

  1. … an die von Ihm erschaffenen Engel;
  2. … an die von Ihm offenbarten Bücher. Dazu gehören u.a. die Schriften Abrahams, der Psalter, die Thora, das Evangelium und schließlich der Koran;
  3. … an die von Ihm gesandten Propheten, angefangen von Adam über Noah, Abraham, Ismael, Isaak, Jakob, Joseph, Hiob, Moses, Aaron, David, Salomon, Elias, Jonas, Johannes bis zu Jesus und Mohammed, Friede sei mit ihnen allen. Auch wenn Gottes abschließende Botschaft an die Menschen, eine Bestätigung und gleichzeitig Erinnerung der ewigen Botschaft, dem Propheten Mohammed (Friede sei mit ihm) durch Gabriel (Friede auch mit ihm) offenbart wurde, so sollen die Muslime dennoch keinen Rangunterschied zwischen den Propheten vornehmen.
  4. … an den Tag des Jüngsten Gerichtes;
  5. … an ein Leben nach dem Tod;
  6. … an die Vorherbestimmung und die Verantwortlichkeit des Einzelnen für seine Handlungen.

Was bedeutet das Wort „Islam“?

Islam bedeutet Frieden machen und Hingabe/Ergebung. Frieden machen heißt, dass der Gläubige mit Gott, mit sich selbst und seiner Umgebung in Frieden leben soll. Hingabe drückt sich in der Annahme von Gottes Willen aus. Der Muslim erlangt mit dem Islam Frieden durch seine Hingabe in Gottes Fügung. Im Koran (Sure 5, Vers 3), sagt Gott selbst, dass Er den Islam für alle Menschen als Religion erwählt hat: „…Heute habe ich für euch eure Religion vollständig gemacht, und Ich habe Meine Gnade an euch erfüllt, und Ich habe für euch den Islam als Religion gemacht…“. Die abendländische Bezeichnung „Mohammedaner“ lehnen die Muslime ab, da Mohammed (Allahs Segen und Frieden auf ihm) als Prophet der Überbringer der Botschaft des Islams war, aber nur Gott allein anbetungswürdig ist.

Wer ist „Allah“?

Allah ist das arabische Wort für „der eine Gott“ und nicht der Name eines eigenen Gottes der Muslime. Allah ist der einzige zu Recht angebetete und verehrte Schöpfer des Universums; auch arabische Christen und Juden nennen Gott Allah. Er erschuf die Menschen und zeigte ihnen durch seine Offenbarungen den besten Weg für sie im Diesseits, damit sie im Jenseits mit dem Paradies belohnt werden.

Interessanterweise gibt es keinen Plural für das arabische Wort Allah!

Welche Rolle spielen Gottesdienste im Islam?

Der Zweck der Gottesdienste im Islam ist es, sich der Gegenwart Gottes bewusst zu werden und Gemeinschaft zu (er)leben. Gottesdienste, wie das (Gemeinschafts-)Gebet, das Fasten oder die Armenabgabe, sind Schritte auf dem Weg zu dem Ziel Gottes Wohlgefallen zu erlangen. Aber nicht nur dies ist nach islamischem Verständnis Gottesdienst. ALLES, was man im Bewusstsein Gottes tut, ist Gottesdienst. So kann Essen, Trinken, ja sogar Schlafen Gottesdienst sein, wenn es mit der richtigen Absicht also im Gedenken Gottes geschieht.

Was sind die Pflichten eines Muslims?

Der Islam basiert auf den fünf Säulen, aus denen sich grundlegende Pflichten ergeben. Diese sind:

1) Das Glaubensbekenntnis (Shahada)
Das Bezeugen, dass es nur Einen einzigen Gott gibt und, dass Mohammed Sein Gesandter und Prophet ist.

2) Das Gebet (Salah), 
welches fünfmal am Tag vorgeschrieben ist. Es ist ein fünfmal tägliches zur Ruhe kommen, ein sich Besinnen auf seinen Schöpfer, den Sinn des Lebens und das Bewusstwerden, dass die Dinge des Alltags nicht Ende und Maß aller Dinge sind. Darüber hinaus reinigt und stärkt das Gebet den Menschen, den Versuchungen des Lebens zu widerstehen.

3) Das Fasten im Monat Ramadan (Saum)
Hier enthalten sich die Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang von Essen, Trinken, Geschlechtsverkehr, Zigaretten, üblem, unnützem Geschwätz und sonstigen Begierden des Alltags. Man lernt in diesem Monat, seine Begierden und seinen Körper zu kontrollieren. Das Fasten lehrt den Muslim Frömmigkeit, Aufrichtigkeit, Mitgefühl mit den Armen, aber auch Gemeinschaftsgefühl und Familienzusammenhalt, denn in diesem Monat wachsen die Menschen zusammen durch gemeinsames Fastenbrechen zum Sonnenuntergang in der Familie, in der Moschee mit der Gemeinde oder bei den vielen Einladungen in privaten Kreisen.

4) Die Armensteuer (Zakat) 

ist eine Pflichtabgabe für die Armen. Es ist das Recht der Armen am Vermögen der Wohlhabenden. Dies sind in der Regel 2,5 % des überschüssigen Vermögens, also von dem Besitz (Geld, Immobilien, Land, Schmuck…), der über ein Jahr nicht angerührt, in Umlauf oder irgendwie sonst genutzt wurde.

5) Die Wallfahrt nach Mekka (Hadsch), 
soll jeder Muslim, der körperlich und finanziell dazu in der Lage ist, mindestens einmal im Leben verrichten.

Alle Säulen dieses Glaubensgebäudes sollten die gleiche Relevanz für einen Muslim besitzen, um dem Gebäude seine entsprechende Gestalt zu verleihen. Es ist widersprüchlich, wenn jemand die Pilgerfahrt vollführt, ohne dass er fastet oder regelmäßig die Gebete verrichtet. Stellen wir uns weiterhin ein Gebäude vor, das nur aus Säulen besteht. Man kann es kaum ein Gebäude nennen. Dazu muss es ein Dach, Wände und auch Türen und Fenster besitzen. Diesen Teil des Glaubensgebäudes bildet im Islam das moralische Verhalten, das sich in Tugenden wie Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Geduld und vielen anderen positiven Charaktereigenschaften äußert. Deshalb sollte ein Muslim nicht nur die Säulen des Islam praktizieren, sondern auch stets bemüht sein, seinen Charakter entsprechend weiterzuentwickeln.

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